O-TON: 10 Fragen an unsere Vertriebsleiterin Franziska Kairat

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In unserer Blog-Serie "O-TON" plaudern wir über unseren Job und unsere Leidenschaft für Agilität - diesmal mit Franziska Kairat, die seit September 2018 für den Teamprove-Vertrieb verantwortlich ist.
 
Franziska Kairat
Sales-Profi, Kommunikatorin, Tennis-Spielerin



  1. Franziska, wie bist du mit dem Thema Agilität in Berührung gekommen?
    In einer vorangegangenen Anstellung war ich für ein Unternehmen tätig, das Unternehmenssoftware basierend auf einer CRM-Lösung und Erweiterungen zu Fachapplikationen entwickelt hat. Aufgrund der komplexen Anforderungen sind wir mit der klassischen Herangehensweise mit Lasten- und Pflichtenheft schnell an Grenzen in der Umsetzung gestoßen und ich suchte nach einer Projektmanagementmethode, die den Kunden von der Anforderungsanalyse bis zu Umsetzung in den Mittelpunkt rückt, um ein bedarfsgerechtes Produkt zu entwickeln. So bin ich dann auf Scrum gekommen.

  2. Und was fasziniert dich an deinem Job in einer agilen Unternehmensberatung?
    Die Agilität innerhalb von Teamprove: die schnelle Umsetzung von Ideen, flache Hierarchien, der Teamspirit. Wir leben agile Ideen und das damit verbundene Mindset. Das macht das Arbeiten mit Agilität für mich sehr authentisch. Wir haben quasi ein „Labor“, in dem wir die Frameworks und Methoden, die wir bei Kunden anwenden bzw. anleiten, zuvor auch bei uns erproben. 

  3. Kannst du deinen Alltag  bei Teamprove kurz beschreiben?
    Ein Beweis dafür, dass wir neue Arbeitsmodelle auch selbst leben, ist die Tatsache, dass ich remote von Dresden aus arbeite. Als Verantwortliche für den Vertrieb betreue ich unsere Kunden und Geschäftspartner, kümmere mich um Anfragen, die Projektakquise für meine Kollegen und achte darauf, dass neben der Erfüllung der Kundenanforderungen auch immer unser OKR „Gesunde Mitarbeiter“ erfüllt wird. Gemeinsam mit den Kollegen suche ich spannende Geschäftsfelder, in denen wir unsere Beratungsdienstleistungen platzieren.

  4. Du bist Sales- und Marketing-Profi, hast aber kürzlich eine Weiterbildung zum Scrum Master gemacht – wie passt das zusammen?
    In der Softwareentwicklung war ich auf der Suche nach einer Herangehensweise, die meinen Anforderungen an Kundenzentrierung gerecht wird. Scrum war hier für mich das ideale Framework, um nah an den Kundenbedürfnissen und dessen Geschäftsprozessen passende Software zu entwickeln. Den Ansatz, dass der Kunde im Mittelpunkt steht, halte ich auch im Vertrieb für eine wichtige Ausprägung. Scrum bietet außerdem nicht nur ein Framework, sondern auch ein adäquates Mindset für den Umgang miteinander - Stichworte Respekt, Transparenz und Zielorientierung.

  5. Gibt es ein besonderes "Aha-Erlebnis", das du mit deiner Scrum-Master-Ausbildung verbindest?
    Mein Aha-Erlebnis hatte ich nicht im Zusammenhang mit der Scrum-Theorie, sondern beim praktischen Ausprobieren, wie sich Teams selbstorganisiert ein neues Thema erschließen: Die Scrum-Master-Ausbildung umfasste auch einen zweitägigen Workshop zu einer Kreativitätstechnik, konkret Design Thinking. Mich hat absolut begeistert, wie sich unser Team gegenseitig befeuert hat, sowohl mental als auch inhaltlich. Schwarmintelligenz hatte ich bis dahin eher als inhaltsleeres Schlagwort empfunden – im Workshop und der intensiven Arbeit an einem Thema durfte ich aber dessen Wirkung erfahren. Das war großartig!

  6. Hast du Tipps für andere „Quereinsteiger“, die ähnlich wie du aus einer Non-IT-Abteilung heraus agilere Wege gehen möchten? 
    Es gibt mittlerweile in fast jeder Stadt Gruppen, die sich in agiler Weise formieren, organisieren und Themen erarbeiten. Egal, ob es um Treffen internationaler Studenten, Scrumtische oder Gruppen zu Nachhaltigkeitsthemen geht – es ist spannend zu erleben, wie die neue Art der Teilhabe und Kommunikation funktioniert.

  7. Du hast schon in verschiedenen Branchen und Unternehmen gearbeitet – was sind deiner Meinung die drei wichtigsten Eigenschaften eines „Agile Leaders“?
    Kommunikationsstärke, Selbstverantwortung und Authentizität.

  8. Was sind deine Lieblingsorte im Netz, die dich beruflich inspirieren?
    Zugegebenermaßen bin ich privat eher analog unterwegs. Ich mag es sehr, Menschen, Themen und Dingen unmittelbar zu begegnen. Das inspiriert mich und kann für mein Empfinden nicht durch virtuelle Erfahrungen ersetzt werden. So lerne ich lieber über die Teilnahme an Scrum Meetings etwas über neue Themen als in einem Blog. Oder ich lausche lieber bei einem Verbandstreffen, was die Unternehmen einer bestimmten Branche bewegt, um unsere Dienstleistungen so lösungsorientiert als möglich zu platzieren.

  9. Profitierst du auch im privaten Bereich von agilen Methoden?
    Absolut! Ich liebe die Vorbehaltlosigkeit, mit der man sich neuen Ideen stellt. Dass man diese erstmal wertfrei aufkommen lässt und schnell in eine Erprobungsphase kommt. Ich mag es sehr, Dinge auszuprobieren. Ich bin ein Volkshochschul-Junkie – es gibt kaum einen Schnupperkurs, den ich nicht schon besucht hätte. Von Fechten über Klöppeln bis Schneewandern war einiges dabei… Aus den agilen Methoden habe ich auch für mich privat übernommen, Aufgaben in kleine Teilschritte zu unterteilen. Beispielsweise hört sich für mich das Vorhaben, alle Fenster der Wohnung zu putzen, gänzlich unattraktiv an. Aber der Ansatz, zunächst die Fensterbretter abzuräumen und zu säubern, ist für mich weniger abschreckend und so habe ich dann auch mehr Motivation, mit der Arbeit zu beginnen ;-)

  10. Verrätst du uns zum Abschluss etwas über deine Freizeitgestaltung neben der Arbeit?
    Neben den bereits erwähnten Schnupperkursen und meiner großen Neugierde nach Neuem haben sich einige Dinge in meinem Leben etabliert. So spiele ich seit Jahren mindestens 1mal wöchentlich Tennis. Auch kann ich mir ein Leben ohne Kochabende mit Freunden, meine vier Patenkinder oder Theater- und Konzertbesuche nicht vorstellen.
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