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in Agiles Projektmanagement von
Vielleicht kennt ihr die Situation: Man startet agil und alles läuft gut – bis das Team wächst und das Produkt von mehreren Scrum-Teams entwickelt wird. Wie funktionieren dann die Retrospektiven? Machen die Scrum-Teams nur unter sich Retrospektiven, dann fehlt das Übergreifende. Oder macht man eine große Retrospektive wo alle zusammenkommen, dann fehlt vielleicht die interne Abstimmung. Wie macht ihr das? Was sind eure Erfahrungen dazu?

2 Antworten

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von
Gute Erfahrungen habe ich mit dieser Vorgehensweise gemacht: Teams haben Teamretrospektiven pro Team. In diesen konzentriert sich das Team aber nur auf Verbesserungen, die es selbst und innerhalb seines Teams umsetzen kann. Probleme, die ihren Grund in außenliegenden Ursachen haben, werden vermerkt und in einer anschließenden team-übergreifenden Retrospektive betrachtet und mögliche Lösungen erarbeitet, die dann auch team-übergreifend wirken. Teilnehmer der team-übergreifenden Retrospektive sind häufig Vertreter der einzelnen Teams (sie bringen die vermerkten Punkte aus der team-internen Retro mit), manchmal das Management (insbesondere wenn es um strukturelle Veränderungen gehen soll, für die eine formale Macht notwendig sein kann) und andere, die zu einer Lösung der identifizierten Probleme beitragen können.

Doch Vorsicht: Dies ist keine Blaupause, die man einfach kopieren und anwenden könnte. Sie kann hilfreich sein, muss aber nicht. Insofern hilft also auch hier: Ausprobieren, was im jeweiligen Unternehmen/Projekt funktioniert und was nicht.
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Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Retros auf Teamebene auf jeden Fall stattfinden sollten. Hier braucht es den Raum, dass sich jedes Team mit sich und ihren eigenen Themen/Problem befassen kann um sich als Team weiterentwickeln zu können.

Als Ergänzung ist es Sinnvoll regelmäßig eine Teamübergreifende Retrospektive zu machen.
Hier kann man entweder eine Retro mit Vertreter*innen aus dem Teams und wer sonst noch hilfreich ist machen. Hierbei ist es erforderlich, dass die Vertreter*innen die Themen aus ihren Teams mitnehmen und wieder zurücktragen.

Von Zeit zu Zeit ist es aber auch Hilfreich eine Retrospektive mit allen Teammitgliedern abzuhalten. Hier zu empfiehlt es sich Methoden zur Großgruppen Moderation zu verwenden. Empfehlen kann ich ich hier sowohl die Methode World Café als auch die Open Space Technologie, je nach dem ob es bestimmte Fragestellungen gibt oder ein eher freierer Austausch zu verschiedenen Themen/Fragen gewünscht ist.

Ich persönlich denke schon über Großgruppen Methoden ab 12 Teilnehmer*innen nach und ab spätestens 15 Personen setze ich sie auf jeden Fall ein, damit auch alle die Chance haben sich zu beteiligen und einzubringen.
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